Energiewirtschaft · Versorger & Stadtwerke

Das Abrechnungssystem kann alles. Nur nicht das Neue.

Software für Energieversorger und Stadtwerke: Neue Geschäftsmodelle wie Mieterstrom oder Ladeinfrastruktur landen meist in Excel. Wir bauen daraus schlanke Web-Anwendungen und Apps und binden sie an SAP an – ohne den Kern anzufassen.

Vor das Kernsystem, nicht hinein

SAP-Customizing ist teuer und bindet Wartungsaufwand bei jedem Upgrade. Eine schlanke Anwendung davor, angebunden über die vorhandenen Schnittstellen, ist meist schneller und günstiger.

Neue Modelle, alte Systeme

Mieterstrom, PV-Pacht und Ladeinfrastruktur brechen die Annahmen klassischer Abrechnungssysteme. Genau dort entstehen die Tabellen, die wir ablösen.

Für Monteure gebaut, nicht für Büros

Wer im Keller am Zähler steht, braucht drei Felder und eine Kamera – nicht eine Maske mit zwanzig Pflichtfeldern und einer Sitzung, die abläuft.

Auf einen Blick

Für wen

  • Stadtwerke und kommunale Versorger
  • Energievertriebe
  • Netzbetreiber
  • Betreiber von PV- und Mieterstromprojekten
  • Energiedienstleister und Contracting-Anbieter
  • Betreiber von Ladeinfrastruktur

Typischer Auslöser

  • Ein neues Geschäftsmodell, das im Abrechnungssystem nicht vorgesehen ist – und deshalb in einer Excel-Datei abgebildet wird, an der inzwischen echtes Geld hängt.

Was wir bauen

  • Web-Anwendungen zur Abrechnung und Verwaltung von Solar-
  • Mieterstrom- und Contracting-Modellen
  • Kundenportale
  • Zählerstandserfassung
  • Monteur- und Wallbox-Apps
  • Auswertungen – jeweils mit Anbindung an SAP oder Ihr Bestandssystem
00 — Konzept

So kann eine Service-App für Ihre Kunden aussehen.

Konzept-Screens aus unserer Werkstatt: Zählerstand, Störungsstatus und Verbrauch, wie wir sie für Versorger und Stadtwerke umsetzen würden. Die Apps, die wir live betreiben, zeigen wir unter App-Entwicklung.

Kundenservice-App · Konzept

Zählerstand per Foto melden

Foto statt Formular: Der Stand wird erkannt, auf Plausibilität geprüft und direkt übermittelt – ohne Anruf, ohne Karteikarte.

Kundenservice-App App – Zählerstand per Foto melden Kundenservice-App App – Störungen transparent kommunizieren Kundenservice-App App – Verbrauch und Abschlag im Blick
01 — Ausgangslage

Wo Versorger die Nebenlösungen aufbauen.

Nicht im Kerngeschäft – das läuft. Sondern überall dort, wo ein neues Modell auf ein System trifft, das für ein anderes Jahrzehnt entworfen wurde.

Mieterstrom in Excel

Verteilerschlüssel, Zählerkaskaden, Ein- und Auszüge, Reststrombezug: Ein Abrechnungsmodell mit echter Komplexität wird in einer Tabelle gepflegt, weil das Kernsystem es nicht abbildet. Und jede Abrechnungsperiode ist Handarbeit.

PV-Pacht und Contracting daneben

Anlagenverträge, Laufzeiten, Erträge, Wartungspflichten – gepflegt in einer Mischung aus Ordner, Tabelle und Erinnerung einzelner Personen.

Zählerstände auf Karten und Zetteln

Ablesung vor Ort, Notiz auf Papier, Erfassung im Büro. Zwei Arbeitsschritte, Übertragungsfehler, und Rückfragen, die einen zweiten Termin bedeuten.

Kundenanfragen, die keine sein müssten

„Wie ist mein aktueller Stand?", „Wo finde ich meine Rechnung?", „Wie melde ich einen Zählerwechsel?" – Auskünfte, die Kundinnen und Kunden selbst holen könnten, wenn es einen Ort dafür gäbe.

Monteure ohne brauchbare Erfassung

Die Anwendung, die es gibt, ist für den Bürorechner gedacht. Im Keller, mit Handschuhen und schlechtem Netz, ist sie unbenutzbar – also entsteht wieder Papier.

Ladeinfrastruktur als eigenes Universum

Wallboxen, Ladepunkte, Abrechnung, Zugangsberechtigungen und Störungsmeldungen wachsen schnell zu einem Bereich, für den anfangs niemand ein System vorgesehen hat.

Wie viele dieser Anrufe erreichen Ihren Service täglich?

Zählerstand, „Wann geht das Licht wieder?“, Abschlagsfragen: Schildern Sie uns Ihre häufigsten Vorgänge – wir sagen Ihnen ehrlich, welche sich digital abbilden lassen.

02 — User Stories

Was wir für Energieversorger bauen.

Konkrete Anwendungsfälle aus Vertrieb, Abrechnung, Technik und Kundenservice.

„Als Abrechnung will ich Mieterstrom nicht mehr in Excel rechnen."

Eine Web-Anwendung, die Liegenschaften, Zähler, Verteilerschlüssel, Mieterwechsel und Reststrombezug abbildet – und das Ergebnis an SAP oder Ihr Abrechnungssystem übergibt. Der Vorgang wird nachvollziehbar statt heroisch.

Excel-Ablösung

„Als Betreiber will ich PV-Anlagen und Pachtverträge an einem Ort verwalten."

Anlagen, Verträge, Laufzeiten, Erträge und Wartungstermine in einer Übersicht statt in Ordner, Tabelle und Kopf verteilt – mit Fristen, die sich von selbst melden.

„Als Kunde will ich meinen Zählerstand vom Handy melden."

Erfassung mit Foto des Zählers, Plausibilitätsprüfung gegen den Vorjahreswert und direkte Übergabe. Weniger Rückfragen, weniger Schätzungen, weniger Korrekturrechnungen.

App-Entwicklung

„Als Kundin will ich Verbrauch und Rechnungen selbst nachsehen."

Ein Kundenportal mit Verbrauchsverlauf, Abschlägen, Rechnungen und Stammdatenänderung. Jede Selbstauskunft ist ein Anruf weniger im Service.

„Als Monteur will ich vor Ort erfassen, auch ohne Netz."

Eine App für Zählerwechsel, Inbetriebnahmen und Störungen: wenige Felder, Fotos, Offline-Fähigkeit und automatische Synchronisation, sobald wieder Verbindung besteht.

Flutter Agentur

„Als Betreiber von Ladepunkten will ich Zugang und Abrechnung im Griff haben."

Verwaltung von Ladepunkten, Berechtigungen und Störungsmeldungen – als Anwendung, die zu Ihrem Betriebsmodell passt statt zu dem eines Herstellers.

03 — Anbindung

Warum wir vor Ihr Kernsystem bauen und nicht hinein.

Die Frage kommt in jedem Erstgespräch: Warum nicht einfach das bestehende System erweitern? Manchmal ist genau das richtig – hier stehen die Gründe, warum meistens nicht.

  • Customizing kostet dauerhaft – Eine Anpassung im Kernsystem ist nicht mit dem Bau bezahlt. Sie muss bei jedem Upgrade mitgezogen, getestet und gegebenenfalls angepasst werden. Diese Folgekosten laufen still über Jahre.
  • Neue Modelle ändern sich noch – Mieterstrom, Contracting und Ladeinfrastruktur sind regulatorisch und geschäftlich in Bewegung. Was heute richtig ist, ist in achtzehn Monaten anders. Eine schlanke Anwendung lässt sich anpassen; eine Kernsystemerweiterung will man nicht jedes Quartal anfassen.
  • Das Kernsystem bleibt führend – Stammdaten, Abrechnung und Buchung bleiben, wo sie sind. Unsere Anwendung erfasst, rechnet den Sonderfall und übergibt das Ergebnis – über OData, REST oder die Schnittstelle, die Ihr System anbietet.
  • Freigaben werden leichter – Ein Vorbau, der Daten liest und Ergebnisse übergibt, ist für IT-Sicherheit und Systemverantwortliche deutlich leichter freizugeben als ein Eingriff im Kern. Das verkürzt Projekte oft mehr als jede technische Entscheidung.
  • Ein Ausstieg bleibt möglich – Wenn Ihr Kernsystem den Fall später doch abbildet, schalten Sie den Vorbau ab. Bei einer Kernsystemerweiterung ist dieser Rückweg deutlich unangenehmer.
  • Und wenn doch das ERP der richtige Ort ist, sagen wir es – Es gibt Fälle, in denen die Erweiterung im Kernsystem die saubere Antwort ist. Dann empfehlen wir das – auch wenn der Auftrag dann bei Ihrer ERP-Beratung landet und nicht bei uns.

Systeme

SAP und Microsoft Dynamics 365 Business Central über deren Schnittstellen – siehe ERP-Projektleitung

Mobil

Monteur- und Kunden-Apps mit Flutter, offline-fähig

Web

Portale und Abrechnungsanwendungen als individuelle Web-Anwendung

Datenschutz

Verbrauchsdaten sind personenbezogen und schutzwürdig – Hosting in der EU, Datensparsamkeit, Auftragsverarbeitungsvertrag

Lassen Sie uns über Ihr Versorgungsgebiet sprechen.

Kostenloses Erstgespräch, ehrliche Einschätzung – von der ersten Prozessanalyse bis zur fertigen App. Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

04 — FAQ

Häufige Fragen aus der Energiewirtschaft.

Können Sie an unser SAP anbinden?

Ja, das ist einer unserer häufigsten Fälle. Wir setzen die Anwendung vor das Kernsystem und übergeben über dessen Schnittstellen – bei SAP typischerweise über OData- oder REST-Services. Ihr System bleibt führend und unangetastet, was Freigaben durch IT-Sicherheit und Systemverantwortliche erheblich vereinfacht. Wo Ihre bestehende SAP-Beratung eingebunden werden soll, arbeiten wir mit ihr zusammen statt gegen sie.

Bauen Sie ein Abrechnungssystem?

Nein. Ein vollständiges Energieabrechnungssystem ist ein Produkt mit jahrzehntelanger regulatorischer Historie – das bauen wir nicht nach, und Sie sollten es auch nicht bauen lassen. Wir bauen die Anwendungen daneben: für Modelle, die Ihr System nicht abbildet, für Erfassung im Feld und für Portale, die Ihr System nicht mitbringt. Das Ergebnis geht in Ihre Abrechnung, es ersetzt sie nicht.

Wir rechnen Mieterstrom heute in Excel ab. Ist das ein Fall für Sie?

Ein klassischer. Mieterstrom hat genug echte Komplexität – Verteilerschlüssel, Zählerkaskaden, Mieterwechsel mitten in der Periode, Reststrombezug –, dass eine Tabelle irgendwann kippt. Und weil daran echtes Geld und eine Abrechnungspflicht gegenüber Mietern hängt, ist der Nachvollziehbarkeitsgewinn oft wichtiger als die Zeitersparnis. Wir beginnen mit der Analyse, wie Ihre Tabelle rechnet – die enthält meist mehr Fachwissen als jede Spezifikation.

Muss eine Monteur-App offline funktionieren?

Praktisch immer. Zähler stehen im Keller, im Technikraum, im Funkloch. Eine Erfassung, die dort scheitert, wird nicht genutzt – und dann bleibt es beim Papier, egal wie gut der Rest ist. Wir bauen deshalb offline-first: Erfassung und Fotos liegen zunächst lokal, die Synchronisation läuft automatisch, sobald wieder Verbindung besteht.

Wie ist das mit Datenschutz bei Verbrauchsdaten?

Verbrauchsdaten lassen Rückschlüsse auf Lebensgewohnheiten zu und sind entsprechend schutzwürdig. Wir bauen datensparsam: nur die Granularität, die der Vorgang wirklich braucht, Hosting in der EU, Auftragsverarbeitungsvertrag, klare Löschkonzepte. Die Rolle des Verantwortlichen bleibt bei Ihnen; wir sorgen dafür, dass sie technisch tragbar ist.

Arbeiten Sie auch für kleinere Stadtwerke?

Ja, und dort ist der Hebel oft am größten. Große Versorger haben für Sonderfälle meist irgendeine Systemlösung; kleinere Häuser haben stattdessen eine Tabelle und eine Person, die sie versteht. Eine schlanke Anwendung verändert dort spürbar mehr – und ist wegen des klaren Zuschnitts günstiger, als der Ruf von Individualsoftware vermuten lässt.

Wie lange dauert so ein Projekt?

Das hängt am Zuschnitt und daran, wie klar der Vorgang ist. Was Projekte lang macht, sind selten die Funktionen, sondern ungeklärte Fachfragen: Wie genau wird der Verteilerschlüssel gebildet, was passiert beim Mieterwechsel am Monatsersten, wie wird ein Fehler korrigiert? Deshalb klären wir das zuerst und nennen den Zeitraum danach – nicht davor.

Welche Tabelle rechnet bei Ihnen echtes Geld ab?

Wenn ein Abrechnungsmodell an einer Excel-Datei hängt, die eine Person versteht, lohnt sich ein Gespräch. Wir sagen im Erstgespräch, ob eine Anwendung, eine Anbindung oder schlicht eine Prozessänderung die richtige Antwort ist.

— Kontakt

Neue Modelle, altes Kernsystem.

Beschreiben Sie kurz das Modell und das System, das es nicht abbildet. Sie bekommen eine erste Einschätzung, ob ein schlanker Vorbau reicht oder ob die Erweiterung im Kernsystem die sauberere Antwort ist.

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