WordPress zu Astro migrieren – oder WordPress headless weiterbetreiben.
WordPress zu Astro lohnt sich nicht pauschal, sondern wenn Update-Fläche, Plugin-Ballast und Page-Builder-Markup mehr kosten als sie einbringen. Wir prüfen mit Ihnen beide Wege – vollständige Migration oder WordPress headless mit Astro als Frontend.
Zwei Wege, nicht einer
Vollständig weg von WordPress – oder WordPress als Redaktions-Backend behalten und nur die Auslieferung auf Astro umstellen. Diese Entscheidung fällt zuerst.
Statisch als Standard
Astro rendert serverseitig und liefert vorgerendertes HTML aus. Client-JavaScript kommt nur dorthin, wo es angefordert wird – Plugin-Skripte kommen nicht automatisch mit.
Gemessen, nicht behauptet
Wir messen Ihre Core Web Vitals vor und nach dem Umzug – mit Ihren eigenen Felddaten aus Ihrem Projekt, nicht mit fremden Benchmarks.
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Projekt im Kopf?
Beschreiben Sie es in drei Sätzen – Sie bekommen eine ehrliche Ersteinschätzung, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Die kurze Antwort
- WordPress ist kein Fehler, den man korrigiert.
- Der Umzug rechnet sich, wenn Ihre Seite im Kern Inhalte publiziert, die Plugin- und Update-Fläche aber wie eine Anwendung gepflegt werden muss.
Weg A – vollständige Migration
- Inhalte werden exportiert, das Content-Modell in Astro-Content-Collections neu aufgebaut, WordPress wird abgeschaltet.
- Danach gibt es kein Backend mehr, das gepflegt werden muss.
Weg B – headless WordPress
- Ihre Redaktion behält den gewohnten WordPress-Admin, Astro wird das Frontend und holt die Inhalte über die WP-REST-API oder WPGraphQL.
- Astro dokumentiert diesen Betrieb ausdrücklich.
- Details unter WordPress als Headless CMS.
Was nicht mitkommt
- Plugin-Funktionen.
- Formulare, Mitgliederbereiche, Buchungen und besonders WooCommerce müssen bewusst ersetzt werden – oder sie sind der Grund, den Umzug nicht zu machen.
Wann wir abraten
- Laufender WooCommerce-Shop, tiefe Plugin-Logik im Geschäftsmodell, oder ein Redaktionsteam, das täglich im Block-Editor arbeitet und ihn nicht aufgeben will.
- Dann bleiben Sie – oder Sie gehen headless.
Lieber direkt sprechen?
Ein kurzes Gespräch klärt Umfang, Aufwand und ob wir zueinander passen.
Warum Teams über den Wechsel nachdenken.
Keiner dieser Punkte ist ein Argument gegen WordPress als solches. Es sind die Bedingungen, unter denen eine WordPress-Installation teurer wird als der Auftritt, den sie ausliefert. Wenn Sie drei davon wiedererkennen, lohnt sich das Rechnen:
Die Update-Fläche wächst mit jedem Plugin
Jede Erweiterung ist fremder Code mit eigenem Release-Zyklus, eigener Sicherheitshistorie und eigener Wahrscheinlichkeit, aufgegeben zu werden. Zwanzig Plugins bedeuten zwanzig Roadmaps, die niemand in Ihrem Haus kontrolliert – und eine Administrationsoberfläche, die öffentlich erreichbar ist.
Die Performance sinkt mit der Zeit, nicht auf einmal
Beim Launch war die Seite schnell. Dann kamen ein Slider, ein Cookie-Banner, ein Tracking-Plugin, eine Chat-Integration. Jedes lädt eigenes JavaScript und eigenes CSS auf jeder Seite. Der Verfall passiert schleichend, deshalb fällt er erst auf, wenn die Core Web Vitals im Report rot sind.
Page-Builder-Markup arbeitet gegen Sie
Elementor, Divi und WPBakery erzeugen tief verschachteltes Markup mit generierten Klassen und nachgeladenen Stilen. Das ist der Preis für visuelles Bauen – aber genau dieses Markup ist es, das beim Largest Contentful Paint und beim Layout-Shift zuerst weh tut.
Hosting-Kosten für eine Seite, die nur publiziert
PHP-Worker, Datenbank, Objekt-Cache, Staging-Umgebung, Caching-Plugin, CDN davor: eine ganze Betriebskette, damit am Ende eine Seite ausgeliefert wird, die sich zwischen zwei Redaktionsschlüssen nicht ändert.
Niemand traut sich mehr, etwas anzufassen
Wenn ein Update schon einmal das Layout zerlegt hat, wird nicht mehr aktualisiert. Dann sammeln sich veraltete Versionen an, und die Angst vor der nächsten Änderung wird selbst zum Kostenfaktor.
Ihr Auftritt hängt an fremden Roadmaps
Ein aufgegebenes Plugin, ein Theme-Autor, der nicht mehr antwortet, ein Breaking Change im nächsten Major-Release: Der Zeitpunkt Ihres nächsten Notfalls wird von Leuten bestimmt, die Sie nicht kennen.
Unsicher beim Stack?
Wir sagen es auch, wenn ein anderes Werkzeug besser zu Ihrem Projekt passt.
Wechseln – oder bewusst bleiben.
Wir bauen Websites mit Astro und mit Webflow, und wir übernehmen auch WordPress-Auftritte in der Betreuung. Uns ist es also gleich, was am Ende herauskommt – solange es zu Ihrem Team passt. Diese beiden Spalten nutzen wir im Erstgespräch:
Der Wechsel lohnt sich, wenn …
Ihre Seite ist im Kern ein Publikationskanal, und der Betrieb kostet mehr Aufmerksamkeit, als das Publizieren rechtfertigt.
- Ihre Website vor allem Inhalte ausliefert: Unternehmensauftritt, Produktseiten, Blog, Magazin, Dokumentation, Karrierebereich.
- Die Plugin-Liste über die Jahre gewachsen ist und niemand mehr sicher sagen kann, welche Erweiterung wofür gebraucht wird.
- Sicherheits- und Update-Pflege regelmäßig Zeit oder Agenturbudget zieht, ohne dass die Seite dadurch besser wird.
- Core Web Vitals ein Thema sind und der Page-Builder das strukturelle Problem ist, nicht die Bildgrößen.
- Die Redaktion selten und in klaren Strukturen publiziert – dann ist ein typisiertes Content-Modell komfortabler als ein Editor, der alles erlaubt.
- Sie eine Migration ohnehin planen, weil ein Redesign ansteht. Zwei Umbauten in einem Schritt sind billiger als zwei nacheinander.
Bleiben Sie bei WordPress, wenn …
Das ist keine Höflichkeitsfloskel. In diesen Fällen raten wir aktiv ab – ein Umzug würde Ihnen Geld kosten und Fähigkeiten nehmen.
- Ein WooCommerce-Shop Ihren Umsatz trägt. Katalog, Checkout, Steuern, Versandregeln und Erweiterungen hängen zusammen; das ist ein Shop-Projekt, kein Website-Umzug.
- Mitgliederbereiche, Kurse, Buchungen oder Foren zentrale Funktionen sind – das sind Anwendungen in WordPress, keine Inhalte.
- Ihr Redaktionsteam täglich im Block-Editor arbeitet, Vorlagen selbst zusammenstellt und diese Freiheit tatsächlich nutzt.
- Ihre Prozesse an Plugins hängen, die es nur für WordPress gibt – Branchenlösungen, Verbandsanbindungen, Portal-Schnittstellen.
- Sie eine gepflegte, aktuelle Installation mit überschaubarer Plugin-Liste betreiben, die messbar gute Werte liefert. Dann gibt es nichts zu reparieren.
- Ihre Organisation ohne Deploy-Prozess arbeitet und keinen aufbauen möchte. Dann ist WordPress – oder Webflow – ehrlicherweise das passendere Werkzeug.
Projekt im Kopf?
Beschreiben Sie es in drei Sätzen – Sie bekommen eine ehrliche Ersteinschätzung, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Vollständige Migration oder headless WordPress?
Die meisten Anfragen zu diesem Thema gehen davon aus, dass es nur eine Möglichkeit gibt: WordPress abschalten. Es gibt aber zwei, und der zweite ist kein Trostpreis. Astro ist CMS-agnostisch und arbeitet als reine Präsentationsschicht – WordPress im Headless-Betrieb ist ein dokumentierter, regulärer Fall.
| Dimension | Weg A: vollständige Migration | Weg B: headless WordPress |
|---|---|---|
| Wo die Inhalte am Ende liegen | In Content Collections im Repository – Markdown, MDX, JSON oder YAML, validiert über ein Zod-Schema | Weiterhin in der WordPress-Datenbank; Astro holt sie über die WP-REST-API oder WPGraphQL |
| Womit Ihre Redaktion arbeitet | Content-Dateien im Repository, ein angebundenes Headless CMS oder der Chat-Weg | Der gewohnte WordPress-Admin – Block-Editor, Medienbibliothek, Rollen und Freigaben bleiben unverändert |
| WordPress-Betrieb danach | Entfällt vollständig: keine Datenbank, kein PHP, keine öffentlich erreichbare Administration | Bleibt bestehen und muss weiter gepflegt und abgesichert werden – idealerweise nicht mehr öffentlich erreichbar |
| Was mit Plugins passiert | Alle Plugin-Funktionen werden ersetzt oder gestrichen – bewusst, Punkt für Punkt | Redaktionsnahe Plugins können bleiben; alles, was Markup ins Frontend schreibt, wird wirkungslos |
| Laufende Kosten | In der Regel niedriger: statisches Hosting statt Applikationsserver, Datenbank und Caching-Kette | Zwei Systeme im Betrieb – WordPress plus Frontend-Deployment. Der Gewinn liegt in Tempo und Sicherheit, nicht im Sparen |
| Aufwand der Umstellung | Höher: Content-Modell, Export, Funktionsersatz, Redaktions-Schulung | Geringer im Redaktionsteil, höher in der Anbindung: Feldmodell, Abfragen, Bilder, Vorschau |
| Vorschau vor dem Publizieren | Über Branch-Preview oder die Vorschau des angebundenen CMS | Braucht eine eigene Lösung – meist eine on demand gerenderte Route mit Adapter für Ihre Laufzeit |
| Passt, wenn … | Die Redaktion selten publiziert, klare Strukturen genügen und WordPress vor allem Pflegeaufwand erzeugt | Ein Team täglich publiziert, an seinen Workflows hängt – und trotzdem ein schnelles, schlankes Frontend braucht |
Lieber direkt sprechen?
Ein kurzes Gespräch klärt Umfang, Aufwand und ob wir zueinander passen.
So läuft die Migration von WordPress zu Astro.
Sieben Phasen mit prüfbaren Zwischenergebnissen. Die Reihenfolge ist nicht verhandelbar: Wer ohne vollständiges URL- und Plugin-Inventar anfängt, findet die Lücken erst nach dem Go-live.
Bestandsaufnahme statt Bauchgefühl
Wir ziehen alle indexierten URLs, die Seitentypen, das vollständige Plugin-Inventar und die Traffic-Verteilung. Danach steht schwarz auf weiß, welche zwanzig Seiten den Großteil des organischen Traffics tragen und welche Plugin-Funktion tatsächlich jemand benutzt. Häufig ist das der Moment, in dem die Hälfte der Liste wegfällt.
Wegentscheidung: A oder B
Vollständige Migration oder headless? Diese Frage entscheidet nicht die Technik, sondern Ihre Redaktion: Wer publiziert, wie oft, mit welchen Freigabestufen, und wie schmerzhaft wäre der Verlust des Block-Editors? Erst danach hat eine Aufwandsschätzung überhaupt einen Sinn.
Content-Modell und Export
Beiträge, Seiten, Kategorien, Autoren, Medien und Custom Post Types werden aus WordPress exportiert und auf ein Content-Modell abgebildet. In Astro werden daraus Content Collections – „a set of related, structurally identical data“ – mit einem Zod-Schema, das beim Build jeden Eintrag validiert. Genau hier zeigt sich, wie sauber Ihre Inhalte über die Jahre gepflegt wurden.
Umsetzung in Astro
Routen, Layouts, Komponenten, Bildpipeline, Navigation, Suche und Mehrsprachigkeit. Ausgeliefert wird vorgerendertes HTML; wo eine Route on demand rendern muss – Formularverarbeitung, Vorschau, personalisierte Bereiche –, kommt ein Adapter für Ihre Ziel-Laufzeit dazu. Interaktive Elemente werden gezielt als Islands eingebaut, alles andere bleibt HTML ohne Client-JavaScript.
Funktionsersatz festlegen
Formulare, Newsletter, Suche, Consent, Mehrsprachigkeit, geschützte Bereiche: Jede Plugin-Funktion bekommt entweder einen Nachfolger, einen bewussten Verzicht oder den Vermerk „bleibt in WordPress“. Was hier nicht auf der Liste steht, fehlt später auf der Seite.
Messen vor dem Launch
Lighthouse auf Staging, Metadaten, Sitemap, strukturierte Daten, ein Durchgang zur Barrierefreiheit und ein vollständiger Redirect-Test gegen die alte URL-Liste. Wir nehmen außerdem Ihre Core Web Vitals aus den Felddaten vor dem Umzug auf – damit die Aussage „schneller“ hinterher belegbar ist und nicht behauptet.
Launch und Nachkontrolle
Domain umstellen, 301-Weiterleitungen scharf schalten, Monitoring und Analytics prüfen, Sitemap in der Search Console einreichen. Danach beobachten wir Indexierung, Rankings und Felddaten mehrere Wochen und korrigieren nach. Ein Umzug ist am Go-live-Tag nicht fertig, sondern erst, wenn die Kurven wieder stehen.
Unsicher beim Stack?
Wir sagen es auch, wenn ein anderes Werkzeug besser zu Ihrem Projekt passt.
Was aus Ihren Plugins wird.
Das ist der Teil, den Angebote gern überspringen. Inhalte lassen sich exportieren – Funktionen nicht. Jede Plugin-Funktion braucht eine Entscheidung: ersetzen, streichen oder in WordPress belassen. Hier die Fälle, die in fast jedem Projekt vorkommen:
- Kontaktformulare – Contact Form 7, WPForms oder Gravity Forms werden zu einer Formular-Route mit serverseitiger Verarbeitung oder zu einem spezialisierten Formulardienst. Spam-Schutz, DSGVO-konformer Versand, Bestätigungsmail und die Übergabe ins CRM werden dabei neu festgelegt. Das ist ein eigenes Arbeitspaket, kein Häkchen im Angebot.
- SEO-Plugins – Was Yoast oder Rank Math verwaltet – Titel, Descriptions, Canonicals, Sitemap, strukturierte Daten, Robots-Direktiven – wird in Astro Teil der Layouts und des Content-Schemas. Ihre Redaktion pflegt Titel und Description weiterhin pro Beitrag, nur als Feld im Schema statt in einer Plugin-Box. Wer den Bestand vorher aufräumen will, startet mit einem SEO-Audit.
- Caching- und Performance-Plugins – WP Rocket, W3 Total Cache und Verwandte entfallen ersatzlos. Wenn die Seite vorgerendert als statisches HTML ausgeliefert wird, gibt es nichts mehr zu cachen, was nicht schon fertig wäre. Das ist einer der wenigen Punkte, an denen ein Umzug Komplexität wirklich entfernt, statt sie nur zu verschieben.
- Bild-Plugins – Smush, ShortPixel oder Imagify werden durch die eingebaute Bildoptimierung ersetzt: Die Bildkomponenten setzen alt, loading und decoding, leiten die Bildmaße ab, um Layout-Sprünge zu vermeiden, und erzeugen mehrere Formate und Größen mit Fallback. Bilder, die bewusst unverarbeitet bleiben sollen, legen wir getrennt ab.
- Mehrsprachigkeit – WPML oder Polylang werden zu Routing- und Content-Struktur: eigene Routen je Sprache, eigene Einträge, saubere hreflang-Auszeichnung. Im Betrieb ist das dauerhaft günstiger und robuster – aber es ist Umbau, nicht Umzug, und wir schätzen es getrennt aus.
- Page-Builder-Layouts – Elementor, Divi oder WPBakery kommen nicht mit. Ihre Layouts werden in eine überschaubare Komponentenbibliothek übersetzt, meist mit deutlich weniger Varianten, als der Builder erlaubt hat. Genau darin liegt der Gewinn: Der Wildwuchs aus fünf Jahren wird einmal aufgeräumt, statt mitgenommen.
- Mitgliederbereiche, Kurse, Buchungen – Membership-, LMS- und Buchungs-Plugins sind Anwendungen, keine Inhalte. Sie lassen sich nicht migrieren, sie müssen ersetzt werden – durch einen spezialisierten Dienst oder durch echte Entwicklung. Oft ist die klügste Variante, diesen Bereich vorerst in WordPress zu belassen und nur den Marketing-Teil umzuziehen.
- WooCommerce – Ein laufender Shop ist der häufigste gute Grund, den Umzug nicht zu machen. Katalog, Warenkorb, Checkout, Steuerregeln, Versand, Zahlungsanbieter und Dutzende Erweiterungen hängen ineinander. Astro kann als Storefront vor einer Commerce-API stehen – aber das ist ein Shop-Projekt mit eigener Risikoabwägung. Wenn Ihr Umsatz über WooCommerce läuft: bleiben, oder bewusst auf eine dedizierte Commerce-Plattform wechseln. Wir beraten dazu getrennt.
- Sicherheit und Backups – Für den Teil, der als statisches HTML ausgeliefert wird, entfallen Wordfence, Backup-Plugins und die wöchentliche Update-Runde: Es gibt keine öffentlich erreichbare Administration und keine Datenbank hinter der Seite. Die Historie liegt im Repository, ein Rollback ist ein Deploy. Beim Headless-Weg bleibt WordPress dagegen ein System, das gepflegt werden muss – das gehört ehrlich dazu.
Was der offizielle Guide leistet
Astro führt WordPress in seiner Liste offizieller Migrations-Guides und beschreibt WordPress zusätzlich als Headless-CMS-Anbindung. Beides ist echte Dokumentation – aber ein Guide ist kein Werkzeug. Der Export ist der einfache Teil; die Arbeit steckt im Content-Modell und im Funktionsersatz.
Grundlage des Stacks
Astro 7 ist die aktuelle Major-Linie, Content Collections gibt es seit Astro 2.0, das Framework steht unter MIT-Lizenz. Es gibt keine Plattform-Lizenz und keine Abhängigkeit von uns: Repository, Hosting-Account und Domain laufen auf Ihren Namen.
Ehrliche Grenze
Wenn Ihr Redaktionsteam den Block-Editor täglich nutzt und ihn nicht aufgeben will, ist der vollständige Umzug der falsche Weg. Dann ist headless WordPress die bessere Antwort – oder Sie bleiben, wo Sie sind.
Projekt im Kopf?
Beschreiben Sie es in drei Sätzen – Sie bekommen eine ehrliche Ersteinschätzung, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Redaktion nach WordPress: die Website im Chat pflegen.
Der häufigste Einwand gegen einen Wegzug von WordPress ist nicht technisch, sondern menschlich: „Wer ändert dann den Text auf der Startseite?“ Darauf haben wir eine konkrete Antwort.
vincubate baut nicht nur mit Astro, sondern setzt einen modernen KI-Stack obendrauf. Konkret heißt das: Sie können Ihre Website im Chat bearbeiten – zum Beispiel über einen Telegram-Bot. Einen Text ändern, einen Blogbeitrag anlegen, ein Bild tauschen, einen Preis korrigieren: als Nachricht, nicht als CMS-Sitzung. Wer eine Sprachnachricht schicken kann, kann seine Website pflegen.
Das funktioniert, weil Astro-Inhalte in einem typisierten, schema-validierten Content-Modell liegen: Content Collections mit Zod-Schema – oder, im Headless-Betrieb, ein CMS mit API. Beides ist maschinell adressierbar. Ein Agent kann nur Felder füllen, die es gibt, in Formaten, die validieren; ein fehlerhafter Eingriff scheitert im Build und nicht auf der Live-Seite. Jede Änderung landet als nachvollziehbarer Commit und als Deploy – mit Historie, Review-Möglichkeit und Rollback. Das ist der eigentliche Unterschied zu einem Editor, in dem eine unglückliche Änderung sofort öffentlich ist.
Für wen das gedacht ist: für Konzerne mit Redaktionsteam genauso wie für Einzelunternehmerinnen und KMU, die nie ein CMS öffnen werden. Gerade der zweite Fall ist der interessante – wer heute drei Mal im Jahr etwas ändern lässt, weil der Weg über die Agentur zu umständlich ist, ändert es künftig selbst, in dreißig Sekunden.
Dass Chat-Agenten bei uns Tagesgeschäft sind und nicht Folienware, können Sie nachlesen: Wir betreiben einen WhatsApp-KI-Agenten als eigenes Produkt. Wie der Weg für Websites im Detail aussieht, steht unter Website per Chat pflegen.
Und die Grenzen, damit es ehrlich bleibt: Der Chat-Weg ersetzt kein Redaktionssystem für große Teams mit mehrstufigen Freigaben – er ergänzt es. Die redaktionelle Verantwortung bleibt bei Ihnen: Ein Agent schlägt vor und schreibt, entscheiden tun Sie. Strukturelle Änderungen – neue Seitentypen, Layout, Navigation – bleiben Entwicklungsarbeit. Und der Umfang wird pro Projekt festgelegt: welche Collections, welche Felder, welche Freigabestufe. Das ist keine Funktion, die man anschaltet, sondern eine, die man zuschneidet.
Für kleine Teams
Wenn zwei Personen zweimal im Jahr etwas ändern, ist ein Redaktionssystem reiner Betriebsaufwand. Der Chat-Weg ersetzt in diesen Fällen ein System, das sonst monatlich Geld kostet.
Für große Teams
Bei täglichem Publizieren mit Freigabestufen bleibt ein Headless CMS die Basis. Der Chat kommt dann für die schnellen Korrekturen dazu, nicht anstelle des Workflows.
Wer entscheidet
Sie. Wir richten ein, welche Felder überhaupt per Chat änderbar sind – und was ausdrücklich nur über einen Pull Request geht.
Lieber direkt sprechen?
Ein kurzes Gespräch klärt Umfang, Aufwand und ob wir zueinander passen.
Wie lange dauert der Umzug?
Preise nennen wir erst nach der Bestandsaufnahme – Zeiträume können wir vorher nennen, weil sie sich aus dem Umfang ableiten. Die Spannen rechts sind unsere eigenen Erfahrungswerte für den oben beschriebenen Siebenschritt-Ablauf, gerechnet ab Kickoff und ohne den Nachlauf nach dem Launch. Was diese Spannen bewegt, steht hier – Punkt für Punkt, damit Sie Ihren Fall selbst einordnen können:
- Anzahl der Vorlagen, nicht der Seiten – Fünfhundert Blogbeiträge desselben Typs sind ein Import und kosten kaum Zeit. Fünfzehn handgebaute Landingpages mit je eigenem Layout sind fünfzehn Bauteile. Wir zählen deshalb Seitentypen, nicht URLs – das ist die Zahl, die den Zeitplan bestimmt, und sie steht nach der Bestandsaufnahme fest.
- Zustand und Menge der Inhalte – Der Export selbst ist automatisiert. Zeit kostet, was darin steckt: Shortcodes, Page-Builder-Markup, Inline-Styles, uneinheitliche Bildgrößen, Beiträge ohne Titelbild. Bei sauber gepflegten Inhalten fällt dieser Block fast weg; bei zehn Jahren gewachsenem Bestand kann er ein Drittel des Projekts ausmachen.
- Übernehmen oder neu schreiben – Inhalte eins zu eins mitnehmen ist Migration. Texte beim Umzug gleich zu überarbeiten ist ein Redaktionsprojekt – und es läuft auf Ihrer Seite. Das ist regelmäßig der Punkt, an dem Zeitpläne kippen. Wir empfehlen, beides zu trennen: erst umziehen, dann überarbeiten.
- Mit oder ohne CMS – Ohne CMS – Inhalte im Repository oder per Chat – entfällt ein ganzes Arbeitspaket. Mit angebundenem Headless CMS kommen Feldmodell, Vorschau, Rollen und eine Redaktionsschulung dazu. Je nach Umfang sind das ein bis drei Wochen zusätzlich.
- Anzahl der Sprachen – Jede weitere Sprache bedeutet eigene Routen, eigene Einträge, hreflang-Auszeichnung und einen zweiten Abnahmeprozess mit Ihren Übersetzern. Rechnen Sie pro zusätzlicher Sprache mit einem spürbaren Aufschlag, nicht mit einer Kopie – der Aufwand liegt in der Abstimmung, nicht in der Technik.
- Zu ersetzende Funktionen – Ein Kontaktformular sind Tage. Volltextsuche, Mitgliederbereich, Buchungsstrecke, CRM-Anbindung oder eine Shop-Anbindung sind eigene Arbeitspakete mit eigener Abnahme. Diese Liste – nicht die Seitenzahl – entscheidet, ob ein Projekt bei sechs oder bei sechzehn Wochen landet.
- Ihre Freigabezyklen – Der ehrlichste Punkt der Liste: Verzug entsteht selten in der Entwicklung, sondern beim Warten auf Freigaben, Zugänge und nachzuliefernde Inhalte. Wer eine entscheidungsbefugte Ansprechperson benennt und feste Review-Termine setzt, verkürzt das Projekt messbar – oft um Wochen.
Weg A – vollständige Migration
Aufgeräumter Auftritt bis rund 30 Seiten mit vier bis sechs Seitentypen: 3 bis 5 Wochen. Typischer Unternehmensauftritt mit Blog und mehreren zu ersetzenden Funktionen: 6 bis 10 Wochen. Gewachsenes Portal mit Page-Builder, mehreren Sprachen und eigener Funktionslogik: ab 12 Wochen.
Weg B – headless WordPress
Bei vergleichbarem Umfang meist 4 bis 8 Wochen. Der ganze Redaktionsteil entfällt, dafür kosten Feldmodell, Abfragen, Bildhandling und die Vorschau Zeit. Kürzer als Weg A ist es nur, solange das Feldmodell in WordPress nicht selbst saniert werden muss.
Nachlauf nach dem Launch
Wir rechnen mit 6 bis 10 Wochen, bis Indexierung und Rankings wieder ein stabiles Niveau zeigen, und beobachten in dieser Zeit. Schwankungen in den ersten Wochen sind normal. Bleibt danach etwas offen, ist es kein Naturgesetz, sondern ein Fehler – und wird korrigiert.
Lohnt sich der Umzug in Ihrem Fall?
Schicken Sie uns die URL, die ungefähre Seitenzahl und Ihre Plugin-Liste. Sie bekommen eine Einschätzung, welcher der beiden Wege passt, was ersetzt werden muss – und ob Bleiben in Ihrem Fall die günstigere Entscheidung ist.
WordPress zu Astro auf einen Blick.
Die Kurzfassung dieser Seite, damit Sie sie weitergeben können, ohne alles noch einmal zu lesen. Die letzte Zeile ist unsere Einschätzung – keine Zusammenfassung, sondern eine Meinung, die wir im Gespräch auch vertreten.
| Dimension | Kurzfassung |
|---|---|
| Wann sich der Umzug lohnt | Wenn Ihre Seite im Kern publiziert – Unternehmensauftritt, Produktseiten, Blog, Magazin, Dokumentation, Karrierebereich – und die Plugin- und Update-Fläche wie eine Anwendung gepflegt werden muss. |
| Wann Sie besser bleiben | Laufender WooCommerce-Shop, Mitgliederbereiche und Buchungen als Kernfunktion, Prozesse an WordPress-only-Plugins, oder ein Redaktionsteam, das täglich im Block-Editor arbeitet und diese Freiheit tatsächlich nutzt. |
| Die zwei Wege | Weg A: vollständige Migration, WordPress wird abgeschaltet. Weg B: headless WordPress – Redaktion bleibt im gewohnten Admin, Astro übernimmt nur das Frontend. |
| Zeitrahmen | Weg A: 3 bis 5 Wochen bis rund 30 Seiten, 6 bis 10 Wochen im Regelfall, ab 12 Wochen bei Page-Builder, Mehrsprachigkeit und eigener Funktionslogik. Weg B: meist 4 bis 8 Wochen. Danach 6 bis 10 Wochen Beobachtung. |
| Was übernommen wird | Inhalte samt Custom Post Types und Feldern, Medien, URL-Struktur, Metadaten, interne Verlinkung, strukturierte Daten und die Rechtstexte unter ihren bisherigen Adressen. |
| Was ersetzt werden muss | Alles, was ein Plugin getan hat: Formulare, Newsletter, Suche, Consent, Mehrsprachigkeit, geschützte Bereiche. Caching- und Bild-Plugins entfallen ersatzlos, Page-Builder-Layouts werden in Komponenten übersetzt. |
| SEO-Kontinuität | Content-Inventar, Ranking- und Backlink-Analyse, 1:1-URL-Mapping inklusive Paginierung und Query-Strings, 301-Weiterleitungen, Meta-Validierung im Staging, Sitemap, Search-Console-Setup, IndexNow, Monitoring in den ersten Wochen. |
| Redaktion danach | Content Collections im Repository, ein angebundenes Headless CMS – oder die Website im Chat pflegen. Auf Weg B bleibt der WordPress-Admin unverändert bestehen. |
| Unsere Einschätzung | Bei inhaltsgetriebenen Auftritten ohne Shop ist der Umzug in den meisten Fällen die richtige Entscheidung – der Betriebsaufwand verschwindet, und die Redaktion verliert weniger, als sie vorher befürchtet. Läuft Ihr Umsatz über WooCommerce, raten wir ab: Das Risiko übersteigt den Gewinn. Und wenn Ihr Team täglich im Block-Editor arbeitet, ist headless nicht der halbe Weg, sondern der ehrlichere. |
Unsicher beim Stack?
Wir sagen es auch, wenn ein anderes Werkzeug besser zu Ihrem Projekt passt.
Häufige Fragen zur Migration von WordPress zu Astro.
Verlieren wir beim Umzug von WordPress zu Astro unsere Rankings?
Nicht, wenn der Umzug geplant wird. Wir ziehen vorher alle indexierten URLs, bauen daraus eine vollständige 301-Liste und testen jede Weiterleitung vor dem Go-live. Titel-, Überschriften- und Inhaltsstruktur der tragenden Seiten bleiben stabil; strukturierte Daten und Sitemap werden nachgebaut. Nach dem Launch beobachten wir Indexierung und Rankings mehrere Wochen und korrigieren nach. Kurzfristige Schwankungen sind normal, dauerhafte Verluste sind ein Planungsfehler.
Wie kommen unsere Inhalte aus WordPress heraus?
Über den WordPress-Export, die REST-API oder einen direkten Datenbankauszug – je nachdem, wie sauber die Inhalte gepflegt sind. Beiträge, Seiten, Kategorien, Autoren, Medien und Custom Post Types werden auf ein Content-Modell abgebildet und als Content Collections mit Zod-Schema abgelegt. Der Export selbst ist der einfache Teil. Die Arbeit steckt im Aufräumen: Shortcodes, Page-Builder-Markup und über Jahre gewachsene Sonderfälle müssen einzeln entschieden werden.
Können unsere Redakteure danach noch selbst publizieren?
Ja – die Frage ist nur, womit. Bei der vollständigen Migration pflegen sie Inhalte entweder direkt im Repository, über ein angebundenes Headless CMS oder per Chat. Beim Headless-Weg ändert sich für die Redaktion praktisch nichts: Block-Editor, Medienbibliothek, Rollen und Freigaben bleiben, nur die Auslieferung übernimmt Astro. Wenn Ihr Team täglich publiziert und am Editor hängt, ist genau das der bessere Weg.
Was passiert mit unseren Plugins?
Plugin-Funktionen werden nicht migriert, sondern ersetzt oder gestrichen. Caching- und Bild-Plugins entfallen, weil Astro statisches HTML ausliefert und Bildoptimierung eingebaut ist. Formulare, Newsletter, Suche und Consent bekommen jeweils einen Nachfolger. Membership-, Buchungs- und Shop-Plugins sind Anwendungen: Sie bleiben entweder in WordPress oder werden neu gebaut. Wir gehen Ihre Plugin-Liste vor dem Angebot Zeile für Zeile durch – das verhindert die teuren Überraschungen nach dem Launch.
Wir betreiben einen WooCommerce-Shop – können wir trotzdem wechseln?
Meistens raten wir davon ab. WooCommerce ist kein Plugin, sondern ein Geflecht aus Katalog, Warenkorb, Checkout, Steuer- und Versandregeln, Zahlungsanbietern und Erweiterungen. Astro kann als Storefront vor einer Commerce-API stehen, aber dann ist es ein Shop-Projekt mit entsprechendem Risiko. Zwei sinnvolle Varianten gibt es: Sie bleiben bei WooCommerce, oder Sie wechseln bewusst auf eine dedizierte Commerce-Plattform. Ein Zwischenweg ist, nur den Marketing-Teil umzuziehen und den Shop unberührt zu lassen.
Was ist headless WordPress – und wann ist es die bessere Wahl?
Headless heißt: WordPress bleibt das Redaktions-Backend, liefert die Inhalte aber nur noch als Daten über die REST-API oder WPGraphQL aus. Das Frontend baut Astro. Astro dokumentiert diesen Betrieb ausdrücklich, es ist also kein Bastelweg. Die bessere Wahl ist es immer dann, wenn Ihre Redaktion den gewohnten Editor behalten soll, Sie aber ein schlankes, schnelles Frontend brauchen. Ausführlich beschreiben wir das unter WordPress als Headless CMS.
Was kostet die Migration von WordPress zu Astro?
Den Rahmen bestimmen drei Größen: die Anzahl unterschiedlicher Seitentypen – nicht der Seiten –, die Menge an Plugin-Funktionen, die ersetzt werden muss, und der Zustand der Inhalte. Ein sauber gepflegter Auftritt mit fünf Seitentypen und drei Plugins liegt deutlich unter einem gewachsenen Portal mit Page-Builder, Mehrsprachigkeit und zwanzig Erweiterungen. Nach der Bestandsaufnahme bekommen Sie eine nachvollziehbare Schätzung mit offengelegten Annahmen.
Wird die Website danach wirklich schneller?
Wir versprechen keine Prozentzahl, weil wir Ihre Ausgangslage vorher nicht kennen. Was wir zusagen: Wir nehmen Ihre Core Web Vitals vor dem Umzug aus den Felddaten auf und messen nach dem Launch erneut mit denselben Werten. Strukturell spricht viel dafür – vorgerendertes HTML statt Datenbankabfrage pro Aufruf, kein Client-JavaScript, solange keins angefordert wird, und ein Ende des Page-Builder-Markups. Belegt ist es aber erst, wenn Ihre eigenen Zahlen es zeigen.
Wie lange dauert eine Migration von WordPress zu Astro?
Unsere Erfahrungswerte für Weg A: ein aufgeräumter Auftritt bis rund 30 Seiten mit vier bis sechs Seitentypen liegt bei drei bis fünf Wochen. Ein typischer Unternehmensauftritt mit Blog und mehreren zu ersetzenden Plugin-Funktionen bei sechs bis zehn Wochen. Gewachsene Portale mit Page-Builder, mehreren Sprachen und eigener Funktionslogik ab zwölf Wochen. Weg B liegt meist bei vier bis acht Wochen. Gerechnet ab Kickoff. Der größte Einzelfaktor sind nicht die Seiten, sondern Ihre Freigabezyklen.
Wir haben über 4.000 Blogbeiträge. Gibt es während der Umstellung eine Downtime?
Für Ihre Besucher entsteht keine Lücke: Die WordPress-Seite bleibt bis zur Umschaltung unverändert online, die neue Seite entsteht parallel auf einer Staging-Domain. Umgeschaltet wird erst, wenn der Redirect-Test gegen die vollständige URL-Liste sauber durchläuft. Weil ein DNS-Wechsel nicht bei allen Providern in derselben Minute greift, halten wir beide Auslieferungen kurz parallel. Für den Inhaltsabgleich vereinbaren wir ein Redaktions-Fenster von ein bis zwei Tagen. 4.000 Beiträge sind dabei kein Mengenproblem – der Export ist automatisiert, aufwendig sind die Sonderfälle darin.
Wir haben acht Custom Post Types und Hunderte ACF-Felder. Lässt sich das abbilden?
Ja, und meistens sauberer als vorher. Jeder Custom Post Type wird zu einer eigenen Content Collection, jedes ACF-Feld zu einem Feld im Zod-Schema – mit dem Unterschied, dass das Schema beim Build prüft, ob ein Eintrag gültig ist. Relationen zwischen Post Types werden zu Referenzen, Repeater und Flexible Content zu verschachtelten Strukturen oder Block-Listen. Der Aufwand steckt im Mapping: Felder, die seit Jahren leer sind, doppelt existieren oder nur ein einziges Mal befüllt wurden, entscheiden wir vorher einzeln.
Wir betreiben ein WordPress-Multisite-Netzwerk mit zwölf Standortseiten. Geht das?
Ja, aber das Netzwerk-Konzept selbst kommt nicht mit. Statt einer Installation mit zwölf Unterseiten bekommen Sie im Regelfall ein Projekt mit einer gemeinsamen Komponentenbibliothek und einer Collection je Standort – alternativ mehrere Deployments, die sich dieselben Komponenten teilen. Gemeinsame Benutzerverwaltung und netzwerkweite Plugins entfallen. Die entscheidende Frage stellen wir vor der Schätzung: Teilen sich die zwölf Seiten wirklich dieselben Vorlagen, oder sind über die Jahre zwölf Sonderfälle daraus geworden? Das ist der Unterschied zwischen einem Bauteil und zwölf.
Unser Mitgliederbereich mit Login und geschützten Downloads läuft über ein Membership-Plugin.
Der zieht nicht einfach um – ein Mitgliederbereich ist eine Anwendung, kein Inhalt. Drei Wege sind üblich. Erstens: Der geschützte Bereich bleibt in WordPress, nur der öffentliche Teil zieht um. Das ist häufig die wirtschaftlichste Variante. Zweitens: Ein spezialisierter Dienst übernimmt Authentifizierung und Zahlungen, die geschützten Routen rendern in Astro on demand über einen Adapter. Drittens: Der Bereich wird als eigene Anwendung neu gebaut. Welcher Weg passt, entscheiden Mitgliederzahl, Umsatzanteil und wie tief die Logik im Plugin steckt.
Was passiert mit den Kommentaren unter unseren Beiträgen?
Drei Optionen, und wir zählen vorher aus, welche sich lohnt. Erstens: Bestandskommentare kommen aus dem WordPress-Export mit und werden als Teil des Beitrags statisch ausgeliefert – lesbar und indexierbar, aber ohne neue Beiträge. Zweitens: Ein externer Kommentardienst übernimmt neue Kommentare, eingebunden als Insel, die erst beim Scrollen lädt. Drittens: Kommentare werden bewusst abgeschaltet und die Diskussion wandert dorthin, wo sie ohnehin stattfindet. In der Praxis liegen die letzten echten Kommentare oft Jahre zurück.
Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner müssen weiter stimmen.
Impressum und Datenschutzerklärung sind normale Inhaltsseiten und ziehen unter derselben URL um – wichtig, weil auf beide von außen verlinkt wird und Behörden wie Plattformen sie erwarten. Das Consent-Plugin entfällt; an seine Stelle tritt ein Consent-Werkzeug als Insel, das nur dort JavaScript lädt, wo es gebraucht wird. Häufig schrumpft dabei die Liste der einwilligungspflichtigen Dienste, weil vorher Plugins auf jeder Seite fremde Skripte nachgeladen haben. Die juristische Prüfung der Texte bleibt bei Ihnen beziehungsweise Ihrer Rechtsberatung: Wir bauen um, wir beraten nicht juristisch.
Macht ein Nischen-Framework es schwerer, Entwickler zu finden?
Ehrlich: Der Personalmarkt ist kleiner als bei WordPress – das ist der Punkt, an dem WordPress unschlagbar bleibt. Praktisch wiegt es weniger schwer, als es klingt, weil eine Astro-Komponente im Kern HTML, CSS und JavaScript ist und interaktive Teile in React, Vue, Svelte, Preact, SolidJS oder Alpine.js geschrieben sein können. Wer moderne Frontend-Arbeit kennt, findet sich in wenigen Tagen zurecht. Und nichts davon ist proprietär: Astro steht unter MIT-Lizenz, der Code liegt in Ihrem Repository, nicht in einer Plattform.
Was passiert, wenn wir uns trennen oder Sie ausfallen?
Sie behalten alles, was Sie zum Weiterarbeiten brauchen. Repository, Hosting-Account und Domain laufen auf Ihren Namen, nicht auf unseren. Astro steht unter MIT-Lizenz, es gibt keine Plattformgebühr und keinen Baustein, der nur bei uns läuft. Ein Build ist ein Standard-Kommando, ein Deploy ein Standard-Vorgang, den jede Frontend-Agentur ausführen kann. Zur Übergabe gehören eine Dokumentation im Repository und eine Einführungssitzung – auch dann, wenn niemand vorhat, sie je zu brauchen.
Wer haftet, wenn nach dem Launch etwas kaputt ist?
Fehler, die aus unserer Umsetzung stammen, beheben wir im Rahmen der vertraglichen Gewährleistung ohne gesonderte Rechnung. Damit das nicht Auslegungssache wird, definieren wir die Abnahme vorher: Redirect-Test gegen die vollständige URL-Liste, Metadaten-Prüfung, Lighthouse-Messung auf Staging, ein Durchgang zur Barrierefreiheit. Was danach an neuen Wünschen kommt, ist Weiterentwicklung und wird getrennt beauftragt. Für den laufenden Betrieb gibt es eine Wartungsvereinbarung – verpflichtend ist sie nicht.
Können wir die Seite danach intern weiterentwickeln?
Ja, das ist der Normalfall, und wir bauen darauf hin. Das Projekt ist ein gewöhnliches Repository mit npm-Skripten und Git-Historie; wer schon einmal ein Frontend ausgeliefert hat, kommt hinein. Zur Übergabe gehören eine README mit Setup, Build und Deploy, die dokumentierte Struktur der Content Collections und die Stellen, an denen typischerweise etwas geändert wird. Danach können wir uns auf Wartung beschränken, punktuell unterstützen – oder gar nichts mehr tun. Ein Lock-in wäre für uns ohnehin das schlechtere Geschäft.
Ist Astro kostenlos?
Das Framework ja: Astro ist quelloffen und steht unter MIT-Lizenz. Es gibt keine Lizenz- und keine Plattformgebühr, unabhängig davon, wie groß die Seite wird. Kosten entstehen für Entwicklung, Hosting und – falls Sie eines einsetzen – ein Headless CMS.
Braucht Astro einen Server?
Im Standardfall nicht. Astro rendert vor und liefert statisches HTML aus, das jedes einfache Hosting oder ein CDN ausliefern kann. Erst Routen, die on demand rendern müssen – Formularverarbeitung, Vorschau, personalisierte Bereiche –, brauchen einen Adapter und eine passende Laufzeit.
Kann Astro einen Blog?
Ja, das ist der Kernfall. Beiträge liegen als Markdown oder MDX in einer Content Collection, ein Zod-Schema legt die Pflichtfelder fest, und Übersichten, Kategorien, Autorenseiten und Feeds werden daraus erzeugt. Content Collections bringen dafür Caching für tausende Einträge mit.
Ist Astro gut für SEO?
Die Voraussetzungen stimmen: Der Inhalt steht als HTML im Quelltext, weil serverseitig gerendert wird, und Titel, Description, Canonicals, Sitemap und strukturierte Daten liegen in den Layouts statt in einem Plugin. Rankings entstehen dadurch nicht automatisch – die Inhaltsarbeit bleibt Ihre.
Wer steckt hinter Astro?
Astro ist ein quelloffenes Projekt, das öffentlich im withastro-Repository auf GitHub entwickelt wird. Der Lizenztext steht unter MIT und nennt Fred K. Schott als Copyright-Inhaber, mit Jahresangabe 2021. Die aktuelle Major-Linie ist Astro 7; Astro folgt Semantic Versioning.
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